Leider nichts gefunden - die Fehlerseite 404

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Eine 404-Fehlerseite ist eine spezielle Seite, die z.B. dann angezeigt wird, wenn User bei Surfen im Internet eine nicht existierende Unterseite eines Internetauftritts aufrufen möchte. Hinter der Bezeichnung 404 verbirgt sich ein Statuscode der Klasse 4xx (siehe Artikel HTTP-Statuscodes). Die Statuscodes der Klasse 4xx werden für Fälle verwendet, in denen der Client einen Fehler gemacht hat (Client-Error). Dies kann technische Aspekte betreffen (wie z.B. 405, 411), aber auch simple Fehler des Users (möglich bei 404 ) oder auch das Fehlen einer Zugangsberechtigung zu der angeforderten Webseite (401, 403, 407).

404 - Not Found

Die 4XX –Statuscodes in der Kurzübersicht (Auswahl)

  • 400 – Bad Request – die Anfrage war fehlerhaft aufgebaut
  • 401 – Unauthorized - Die angeforderte Webseite ist zugangsgeschützt.
  • 402 – Payment Required – Die angeforderte Webseite ist bezahlungspflichtig
  • 403 – Forbidden – Der Client hat nicht die Berechtigung, die angeforderte Seite zu sehen
  • 404 – not found – Der Server konnte die angeforderte Webseite/URL nicht finden
  • 405 – Method not allowed – Diese Übertragungsmethode ist auf diesem Server nicht zulässig
  • 406 – not aceptable – Die Anfrage kann so nicht akzeptiert werden
  • 407 - Proxy Authentication Required – die Anfrage läuft über einen Proxy-Server. Dieser erfordert eine Authentifizierung
  • 408 – Request Timeout – Die Anfrage des Clients dauerte zu lange
  • 409 – Conflict – Es ist ein Konflikt mit einem anderen Prozess aufgetaucht
  • 410 – Gone – Die Daten wurden verschoben, der Server weiß aber (im Gegensatz zu 301) nicht, wohin.
  • 411 – Length Required – Die Daten können nur gesendet werden, wenn die Anfrage eine Angabe zu content-length enthält.

Der HTTP-Statuscode 404 - not found

Der Statuscode 404 sagt aus, dass die angeforderte Ressource nicht gefunden wurde bzw. das die angeforderte URL nicht existiert, möglicherweise aber in Zukunft wieder verfügbar ist. Erneute Anfragen des Clients sind folglich zulässig. Der Statuscode 404 wird ebenfalls verwendet, um eine Anfrage ohne Grund abzuweisen. Er ist neben den Statuscodes 200 (O.k.= Der Server kann die angeforderten Daten wie gewünscht versenden.) und 304 (not modified = Die angeforderten Daten haben sich seit dem angegebenen Zeitpunkt nicht geändert und werden deshalb nicht noch einmal gesendet) der am häufigsten im Internet-Alltag vorkommende Statuscode.

Wann wird die 404-Fehlerseite angezeigt?

Der 404-Statuscode wird immer dann angezeigt, wenn der Server keine Daten findet, die zu der angefragten URL passen In folgenden Fällen tritt in der Praxis ein 404-Fehler auf:

  • Fehlerhaft eingegebene URL: Der User hat sich beim Eintippen der URL in die Adresszeile des Browsers vertippt.
  • Die URL hat nie existiert (z.B. bei den Versuch, die Seite „impressum.html“ aufzurufen, die jedoch nicht existiert, weil der Webmaster sie „disclaimer.html“ genannt hat).
  • Wenn Sie Änderungen in Ihrer Verzeichnisstruktur durchführen, z.B. durch das Löschen oder Verschieben von Dateien, kommt es vor, dass bisher indexierte Unterseiten nicht mehr existieren.
  • Ein Link verweist auf eine gelöschte, verschobene oder umbenannte Webseite.
  • Eine URL wurde versehentlich nur teilweise verlinkt.
  • Links, die auf nicht mehr existierende Ressourcen verweisen, werden umgangssprachlich auch als toter Link bezeichnet. (http://de.wikipedia.org/wiki/Toter_Link)

Anzeige des 404-Statuscodes im Browser

Tritt ein 404-Fehler zutage, generiert der Server der angefragten Webseite eine standardisierte 404-Fehlerseite. Die meisten Browser (wie z.B. Firefox) zeigen diese vom Webserver festgelegte Fehlerseite an, sofern die Webseite nicht über eine eigene Fehlerseite verfügt (siehe nächsten Abschnitt: „Individuelle 404-Fehlerseiten“). Die 404-Seite „Not found“ der Webserver Apache und Nginx sehen so aus:

404-Fehlerseite des Webservers Apache404-Fehlerseite des Webservers Apache

404-Fehlerseite des Webservers Nginx404-Fehlerseite des Webservers Nginx

Apache Tomcat hat eine eigene 404-Statusmeldung:

404-Fehlerseite von Apache Tomcat404-Fehlerseite von Apache Tomcat

Manche Browser, wie z.B. der Microsoft Internet Explorer, zeigen jedoch Ihre eigene Fehlerseite anstelle der Fehlermeldung des Servers an.

Fehlerseite des Microsoft Internet ExplorerFehlerseite des Microsoft Internet Explorer

Individuelle 404-Fehlerseiten

Es ist Seitenbetreibern jedoch möglich, eine individuelle 404-Fehlerseite festzulegen. Wie das geht und welche SEO- sowie Usability-Vorzüge die eigene 404-Fehlerseite hat, wird im nächsten Teil der 404-Statuscode-Serie erläutert.

404-Fehlerseite von klickfreundlich.de404-Fehlerseite von klickfreundlich.de

Auch Google verfügt über eine individuelle 404-Fehlerseite:

404-Fehlerseite von Google404-Fehlerseite von Google

Google-Toolbar-Vorschläge bei fehlender 404-Seite

Wenn Nutzer die Google Toolbar installiert haben und eine Webseite über keine individuelle 404-Fehlerseite verfügt, zeigt die Toolbar automatisch eine eigene 404-Fehlerseite an, die dem User die Option anbietet, zu anderen Teilen der Webseite zu navigieren oder die Google-Suche zu verwenden, um erneut nach dem Thema zu suchen. Diese Einbindung der Google-Suche in die 404-Seite ist jedoch für den Traffic einer Webseite nicht hilfreich, denn Sie führt User von der eigentlichen Webseite fort (weiteres im später folgenden Kapitel zur individuellen 404-Seite). Interessant ist auch: Die Toolbar die Google-Version der 404-Fehlerseite nicht an, sobald die Webseite über eine eigene Fehlerseite verfügt. Allerdings muss diese größer als 512 Byte sein. Ist sie dies nicht, überschreibt die Google Toolbar die individuelle Fehlerseite mit der hauseigenen Version. Allerdings ist die Google Toolbar für Firefox nur noch bis Version 4.0 verfügbar ist. Insofern sind viele Firefox-Nutzer von dem Problem gar nicht mehr betroffen. Siehe auch Google zu diesem Thema.

Autor

Kathrin Rockenfeller
SEO und Online-Redaktion

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