Google Penalty – Teil 2: Entfernung einer Seite oder Domain aus dem Google-Index
Wird eine Unterseite oder sogar die ganze Domain bei Google nicht mehr indexiert, so kann sie in der Suchmaschine nicht mehr gefunden werden. Jeglicher Aufwand im Bereich Suchmaschinenoptimierung ist in diesem Fall zwecklos. Die Seite bzw. Domain muss zunächst wieder indexiert werden.
- Die Entfernung einzelner Seiten aus dem Google-Index hängt meist mit einer schwachen internen Verlinkung, Duplicate Content (mehrfach vorhandener identischer Inhalt im Internet) oder technischen Problemen zusammen.
- Die Verbannung einer gesamten Domain lässt auf wesentliche Verstöße gegen die Google-Richtlinien schließen. Es ist die schwerwiegendste mögliche Abstrafung durch Google.
Erkennung:
Durch die Site-Abfrage kann festgestellt werden, ob eine Domain bei Google indexiert ist.
Eingabe:
Eingabe Google Site-Abfrage zur Prüfung der Indexierung einer Domain
Die Google Site-Abfrage zeigt einem eine Liste nahezu aller Unterseiten einer Domain, die bei Google indexiert sind. Um festzustellen, ob eine bestimmte Unterseite von Google indexiert wird, muss die URL der Unterseite bei Google eingegeben werden.
Eingabe:
Eingabe zur Prüfung der Indexierung einer Unterseite bei Google
Erscheint kein Snippet, ist die Seite nicht im Google-Index.
Lösung bei der Entfernung einer Unterseite aus dem Google-Index:
In diesem Fall sollte geprüft werden, ob die Seite
- »noindex« im HTML ausweist
- in der robots.txt ausgeschlossen ist oder
- mittels Canonical URL im HTML auf eine andere Webseite verweist.
Ist dies nicht der Fall, sollte die Seite auf Duplicate Content überprüft werden.
Achtung: Die Vermeidung von Duplicate Content wird immer wichtiger, da Google seit Jahren doppelte Inhalte im Internet mehr und mehr aus seinem Index filtert. Durch die Einführung des Farmer- / Panda-Update möchte Google die Entfernung identischer Inhalte aus dem Index erneut vorantreiben.
Ist eine bestimmte Unterseite nie von Google indexiert worden, obwohl sie nicht zur Indexierung ausgeschlossen ist sollten folgende Punkte geprüft werden:
- die URL sollte in der XML-Sitemap aufgeführt sein
- die XML-Sitemap muss in den Google Webmaster Tools und in der robots.txt angegeben sein
- die interne Verlinkung sollte überprüft werden
- die Ladezeit der Seite sollte überprüft werden
- das HTML sollte auf Validität geprüft werden
- prüfen, ob die Zielseite mit Flash gebaut ist
Lösung bei einer Domainverbannung:
Wenn tatsächlich die ganze Domain nicht mehr indexiert wird, müssen die Webmaster-Richtlinien gründlich geprüft werden. Die Seite muss auf Spam, Bad-Neighbourhood-Links und versteckte Elemente geprüft werden. Diese müssen entfernt werden. Danach sollte ein ehrlicher Antrag zur neuen Indexierung an Google gestellt werden. Darin müssen die Gründe für das bisherige Verhalten erklärt werden. Eine Entschuldigung sollte nicht ausbleiben. Nach dem Antrag wird Google die Seite neu prüfen. Dies kann jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen, weil Google sich mit vielen Fällen dieser Art auseinander setzt.
Achtung bei der Planung eines Domainumzugs
Wenn ein Domainumzug als Lösung anvisiert wird und der Inhalt in gleicher Form auf der neuen Domain erscheinen soll, muss vorher unbedingt geprüft werden, ob auf der Seite gegen die Webmaster Richtlinien verstoßen wird. Versteckte Elemente, Spam, Links zu Spam-Seiten etc. müssen vor dem Umzug entfernt werden. Ziehen diese Elemente mit um, verfehlt der Domainumzug seinen Sinn.
Der Domainumzug bezweckt ausschließlich die Beschleunigung des Prozesses, da die neue Domain direkt von Google geprüft wird. Dennoch sind einige negative Auswirkungen durch einen Domainumzug zu erwarten, etwa, dass wertvolle externe Links (Backlinks) weiterhin auf die bisherige Domain verweisen. Die jeweiligen Unterseiten, auf die die Links führen, müssten herausgefiltert und mit dem Statuscode 301 weitergeleitet werden. Durch die Weiterleitung geht Linkpower verloren. Daher muss ein Domainumzug gemäß der Devise »Cool URIs don’t change« gründlich überdacht werden.
Ein Domainumzug ist nur dann sinnvoll, wenn zu viele negative Links auf eine Website verweisen und die Domain »verbrannt« ist. In diesem Fall wäre von Weiterleitungen der alten auf die neue Domain abzuraten.
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