Social-Media-Kampagne Teil 2: Die Zielgruppe

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Wenigstens ebenso wichtig wie die Bestimmung der Ziele ist die Identifikation der Zielgruppe. Denn nur, wenn Ihnen Ihre Zielgruppe bekannt ist, können Sie Ihre Social-Media-Kampagne sinnvoll planen. Die Frage nach der Zielgruppe gliedert sich in zwei Aspekte:

a) Welche Zielgruppe will ich ansprechen
b) Welche Zielgruppe kann ich ansprechen?

Klären Sie zunächst die Frage, wer Ihre Kunden überhaupt sind und analysieren Sie, ob diese zu einer Nutzerschaft gehören, die netzaffin sind. Eine nicht-netzaffine Nutzerschaft mit einer Social-Media-Kampagne anzusprechen ist je nach Personenkreis schwierig bis unmöglich. Versuchen Sie deshalb zunächst, Ihre Nutzer bzw. Kunden zu identifizieren.

Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen zur Identifizierung Ihrer Nutzer zur Verfügung:

  • Werten Sie alle bestehenden Datensätze über Ihre Kunden/Nutzer sorgsam aus
  • Führen Sie auf Ihrer Webseite und, wenn vorhanden, auch in stationären Filialen, Umfragen über das Internetverhalten durch.
  • Machen Sie von den Möglichkeiten Gebrauch, die Google Analytics sowie die Google Webmastertools Ihnen bieten.
  • Wenn Ihr Budget dies hergibt, kann es sehr hilfreich sein, ein professionelles Marktforschungsinstitut mit der Durchführung einer Umfrage zu beauftragen.
  • Führen Sie überdies ein großes Brainstorming durch und befragen Sie so viele Mitarbeiter wie möglich.

Wie internetaffin sind Ihre Nutzer?

Wenn Sie zu einem Schluss gekommen sind, welche Personen zu Ihrem Kunden- oder Nutzerkreis gehören und Sie die Internetaffinität Ihrer Nutzer/Kunden eingeschätzt haben, wird es an der Zeit, sich mit der Frage zu befassen, wo im Internet Ihre Nutzer anzutreffen sind. Prinzipiell unterscheiden sich Internetnutzer in dem Grad Ihrer Social-Media-Affinität.

Nutzer mit geringer Internetaffinität
Die Personen mit der geringsten Verbindung zum Internet werden vermutlich vor allem die Suchmaschinen bedienen und die Seiten aufsuchen, die sie finden können. Sie werden überdies Empfehlungen von Bekannten oder einschlägigen Medien (TV, Tageszeitungen etc.) folgen. Diese Zielgruppe mit Social Media anzusprechen, ist schwierig.

Nutzer mit Internet- aber ohne besondere Social-Media-Affinität
Eine weitere Gruppe an Nutzern sucht überdies Foren auf und liest gegebenenfalls Blogs. Diese Nutzergruppe verwendet nicht zwangsläufig Soziale Netzwerke und andere Social-Media-Kanäle, ist jedoch möglicherweise für deren Nutzung zu gewinnen. Auch dieser Personenkreis kann zu den sogenannten „digital immigrants“ gezählt werden (s.u.).

Digital immigrants im Social Web
Die dritte Gruppe nutzt Soziale Netzwerke. Diese dritte Gruppe untergliedert sich in zwei Personenkreise. Die einen Nutzer werden zu den „digital immigrants“ gerechnet, was bedeutet, dass diese Nutzer nicht mit Social Media aufgewachsen sind. Häufig stehen diese Nutzer Sozialen Netzwerken skeptisch gegenüber, auch, wenn sie diese nutzen. Sie werden sich nicht ohne weiteres darauf einlassen, sich über Social-Media-Kanäle mit einem Unternehmen zu verknüpfen.

Digital natives im Social Web
Die zweite Gruppe der im Social Web aktiven Nutzer nennt man „digital natives“. Diese, meist jüngeren, Nutzer sind mit dem Social Web aufgewachsen und haben wenig Hemmungen, alle Arten von Social-Media-Kanälen zu auszutesten. Diese Nutzer sind besonders einfach für Kampagnen zu begeistern. Allerdings sollten Sie bedenken, dass diese Nutzer möglicherweise eine besonders hohe Erwartungshaltung an einen Social-Media-Kanal haben, da sie über viele Vergleichsmöglichkeiten verfügen.

Wo im Social Web sind Ihre Nutzer?

Folgende Schritte können Sie zur Aufspürung Ihrer Nutzer im Social Web unternehmen:

  • Zu welcher der genannten Gruppen zählen Ihre Nutzer höchstwahrscheinlich?
  • Sind Sie eher in nur in Foren und Blogs oder auch verstärkt im Social Web anzutreffen?
  • Welche Webseiten kommen infrage?
  • Mit welchen Themen setzten sich Ihre Nutzer im Web auseinander?
  • Unternehmen Sie ein Brainstorming und listen Sie alle infrage kommenden Webseiten auf. Streichen Sie die Liste auf eine brauchbare Auswahl zusammen.

Folgende Medien des Internets gehören zum sogenannten Social Web oder stehen zumindest in enger Verbindung zu ihm:

  • Fachportale
  • Fachforen
  • Social-Shopping-Seiten
  • Soziale Netzwerke
  • Twitter
  • Frage-und-Antwort-Seiten
  • Blogs
  • Wikipedia-Ableger
  • Podcasts
  • Vergleichsseiten (z.B. Preisvergleiche)

Autor

Kathrin Rockenfeller
SEO und Online-Redaktion

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